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Die Liebe in der Philosophie Immanuel Kants

Oktober 21, 2009 | 1 Kommentar

Der Mensch zeichnet sich durch das Wunder der Sprache aus, seine Neugier und sein Denken. Sein ganzes Leben kann er dem Grübeln widmen: über das kartesische Cogito, die Wall-Sun-Sun-Primzahlen, die derridasche Begriffsdissemination. Diese Fähigkeiten haben den Menschen große Bereiche der Natur für sich nutzbar machen können, er ist auf dem Mond gelandet, möchte jetzt zum Mars und träumt von Terraforming-Projekten. Was dem Menschen an organischer Sensorik fehlt, hat er in vielen Bereichen durch Technik kompensieren können. Und in der Liebe und der Kunst vermag er sich sogar selbst zu transzendieren. Und neben der Suche nach der Wahrheit und der Schönheit gibt es noch die Partnersuche und das Bedürfnis nach Nähe.

Dem Loblied an die “Krone der Schöpfung” steht deren notorische Kleingeistigkeit gegenüber. Die Vereinten Nationen möchten Völkermorde beenden, dabei schafft es der Einzelne noch nicht einmal, friedlich mit seinen Nachbarn zu leben. So landet man wegen Maschendrahtzäunen und Knallerbsensträuchern vor Gericht. Der Mensch ist auch ein aggressives, bösartiges Wesen. Er vergewaltigt, tötet, hasst, ist rücksichtslos und egoistisch, dumm und abstoßend.

Immanuel Kant (1724-1787), der große Königsberger Philosoph des Rationalismus und der Aufklärung, stellt in der zweiten Ausgabe seiner Kritik der reinen Vernunft fest: “Die menschliche Vernunft hat das besondere Schicksal in einer Gattung ihrer Erkenntnisse: dass sie durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, weil sie ihr durch die Natur aufgegeben sind, die sie aber auch nicht beantworten kann, denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft.”

Damit hat Kant das Dilemma deutlich formuliert: Die Suche der Individuen und der Menschheit nach dem Menschsein, nach seiner sittlichen Bestimmung also, ist von Irr-, Um- und Auswegen, Einbahnstraßen und Sackgassen geprägt, seit sich Philosophen danach auf den Weg machen; ähnlich dem philosophischen Dilemma, ob der Weg das Ziel, das Ziel der Weg oder gar das Ziel im Weg ist.

Wir sind nach Kant durch unsere eigene Vernunft dazu bestimmt, uns selbst zu bestimmen. Dabei geht es freilich um eine “aufgeklärte Selbstbestimmung”. Moral wird dadurch zu einer prägenden Anforderung für das philosophische Denken. Die Übel der Menschheit – und damit des gesellschaftlichen Handelns und Versagens – sind selbstverschuldet, weil die Menschen ihre Freiheit missbrauchen.

Die drei Kardinalfragen schließlich – Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? – lassen sich auf den christlichen Tugendkatalog – Glaube, Hoffnung, Liebe – zurückführen. Und hier schließlich taucht nicht zufällig ein Begriff auf, der den Schlüssel zur eigentlichen Kantischen Hauptfrage darstellt: Was ist der Mensch? Es ist die Liebe, also ein irrationaler Aspekt des Menschseins, die den Menschen menschlich macht. Die Liebe ist das Movens, das den Menschen von seiner Bösartigkeit hin zu Interesse, offener Neugier, Forschungs- und Gestaltungsdrang führen kann.

Das bewusste Single-Leben hat viele Vorzüge. Man ist ungebunden und muss auf niemanden Rücksicht nehmen. Dauert es aber zu lange, besteht die Gefahr, dass der Single egozentrisch und bindungsunfähig wird. Der Mensch bedarf der Zärtlichkeit. Ein gesunder Mensch muss Liebe geben und Liebe empfangen, sonst wird er alt und grau und verbittert und einsam. Eine professionelle und seriöse Partnervermittlung bietet die effektivsten Möglichkeiten, einen wirklich passenden Partner für eine glückliche Beziehung zu finden.



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1 Kommentar zu “Die Liebe in der Philosophie Immanuel Kants”

  1. d.weber
    Oktober 28th, 2009 @ 18:01

    Schöner Artikel…hat mich echt zum Nachdenken gebracht. War ein richtiges Vergnügen für mich in diesem Blog zu lesen.







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