Berliner Bio-Catering kommt
Januar 21, 2008 | Keine Kommentare
Der Frühling wird wie jedes Jahr unseren Speisezettel ändern, aber auch langweilige Tofupasten und der Slogan “Bio-ist-teuer” sind Schnee von gestern. Natürlich haben ökologische Produkte nach wie vor ihren Preis, aber europaweite Großhändler und überregionale Einkaufsgemeinschaften verbessern den Markt täglich. Das schlägt sich seit den letzten beiden Jahren zunehmend bei Gastronomen der Cateringbranche nieder.
Besonders in Berlin mit seinen Groß-Bio-Märkten und knapp 1000 Cateringbetrieben steht vor einer Erneuerung: “Das gehobene Kundensegment hat die Notwendigkeit von regionalen Lieferanten und ökologischer Erzeugung längst akzeptiert”, sagt Oliver Theissen vom Bio-Caterer SELECT CATERING. „An unseren Green & Healthy-Buffets und Wok- oder Pastastationen mit Live-Cooking vor Ort können wir auf Instand und Conviniens getrost verzichten. Alles andere sind Vorurteile.”
“Dazu kommt, dass im mobilen Segment der Gastronomie stetig nach innovativen Neuheiten gesucht wird. Besondere Potenziale stecken hier in hochwertigen Lebensmittel für extravagantes Fingerfood auf Empfängen sowie gesunder Ernährung in der Crewversorgung bei Film, Fernsehen und Messebau, dem Kerngeschäft von SELECT CATERING, da war es für uns zum Zertifikat BIO-CATERER nur ein kurzer Schritt.”
Was hat sich genau verbessert?
Der breiten-unbeliebte Tofu wurde in einer Vielzahl von Sticks und Bratlingen in neue Gewänder und Gewürze gehüllt. Es wird mittlerweile sogar ein Leberkäs-Tofu angeboten, der sich nicht nur bei genügend Senf und Bier der rustikalen Wurst überraschend annähert. Auch das Gewürzsortiment geht neue Wege. Innovativ hier die Firma Sonnentor, deren Gewürze sich auch als farbenfrohe Dekoration eignen. Apropros Deko: ein echter Hingucker sind der Pupurtang oder die fragilen Zweige der grünen Hilas-Algen, schließt man beim Essen die Augen, wähnt man sich fast am Meer, das intensive, salzige Aroma sorgt obendrein für den ausgewogenen Mineralhaushalt.
Bio kommt zweifellos. Unkonventionell – wie man es von Grün und Öko immer gewöhnt ist, aber Gesund ist nie verkehrt. Deshalb verliert die Geiz-ist-Geil-Mentalität am Buffet zunehmend ihre Anhängerschaft – und genau hier bieten sich der Branche viele Möglichkeiten. Oft braucht es nur eine Prise Fantasie, um aus einer Standardveranstaltung das ganz besondere Event zu zaubern. Und auf dem Teller die Kalorien zu optimieren. Die grüne Küche übernimmt hier eine tragende Rolle. Wie heißt es doch so schön? Auch Kochen ist ein Kunst und keineswegs eine Unbedeutende.




