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Wordpress einfach optimieren

Januar 18, 2008 | 1 Kommentar

WordPress ist eine der beliebtesten Publishing-Plattformen überhaupt, kommt dementsprechend oft zum Einsatz und wird von vielen diskutiert und kritisiert. Ein Einwand, den viele Blogger haben, ist die geringe Suchmaschinentauglichkeit der erzeugten internen Verlinkung, die out-of-the-box schnell negative Effekte mit sich bringen kann. Das Stichwort ist Doppelter Content (DC), was bedeutet, dass viele Inhalte an unterschiedlichen Stellen wiederholt angezeigt werden. Das wird von vielen Suchmaschinen nicht gerne gesehen und mit einer niedrigeren Platzierung in den Suchergebnissen quitiert. Wenn man es genau betrachtet, ist dieser Kritikpunkt nicht unbedingt zulässig. Zum Einen pfuschen die Entwickler den Bloggern nicht ins Handwerk, indem sie nicht vorgeben, welche Seiten indexiert werden können und welche nicht. Zum Zweiten kann man die Problematik mit ein paar Handgriffen beheben. Mit einer Hand voll Plugins lässt sich aus Wordpress eine sehr gut suchmaschinenoptimierte Webseite zaubern.

Die im Folgenden beschriebenen Plugins können über das offizielle Plugin-Repository heruntergeladen werden. Anleitungen für die Installation und Informationen über die Entwickler sind dort ebenso zu holen.

Fangen wir aber mit etwas an, dass sich ganz ohne Plugins erledigen lässt. Es sollte tunlichst vermieden werden, dass Posts sowohl auf der Startseite, innerhalb einer Kategorie und den Monats-, Tag- oder sonstigen Archiven vollständig angezeigt werden, sondern am besten verkürzt. WordPress bringt zwei Möglichkeiten dies zu bewerkstelligen schon mit. Die Verwendung des more-Tags in den Posts und die Möglichkeit eine optionale Kurzfassung anzugeben. Der more-Tag bewirkt, dass der Post an dieser Stelle abgeschnitten wird, wenn er auf der Startseite oder in einem Archiv angezeigt wird. Die optinale Kurzfassung wird an den entsprechenden Stellen anstatt des eigentlichen Posts eingeblendet und ist damit auch hervorragend als Teaser zu verwenden. In beiden Fällen gilt: Wenn ein Leser den einzelnen Post aufruft, wird dieser natürlich komplett angezeigt. Eine gehörige Portion doppeltem Content wird damit schon mal eliminiert.

Los geht’s mit den Plugins, am besten mit etwas leichter Kost und zwar NT-PHP-Session-Redirect von Jens Kleinholz. Hört sich schrecklich an, ist es aber nicht. WordPress hat die Angewohnheit beim Zugriff auf eine Seite eine Session-ID zu generieren und versucht diese als Cookie zu setzen. Die Session-ID wird bei jeder Anfrage an die URL angehängt, auch wenn man dies nicht mitbekommt. Das ist eigentlich gar nicht so dumm, denn man kann ein Blog auch als eine Art Community sehen, da es prinzipiell möglich ist, sich zu registrieren und/oder Kommentare zu hinterlassen und WordPress durch das Cookie wiederkehrende besucher automatisch erkennt. Einen Nachteil hat die Sache allerings. Wenn ein Suchmaschinen-Bot auf die Seite zugreift, wird diesem auch eine Session-ID zugewiesen und da ein Bot keine Cookies akzeptiert, bekommt dieser jedes Mal eine neue ID. Das Ergebnis liegt auf der Hand. Wenn ein Bot zum Beispiel x-mal auf die Startseite zugreift. Bekommt er x Session-IDs zugewiesen. Da diese an die URL angehängt werden, erreicht er die Startseite im Prinzip immer über eine andere URL. Dies kann als astreiner doppelter Content mit den damit verbundenen Konsequenzen angesehen werden. Das Plugin bewirkt, dass jede Anfrage mit Session-ID auf die jeweilige Seite ohne Session-ID umgeleitet wird und behebt damit das Problem. Die Kommunikation zwischen Blog und PC funtioniert aber weiterhin, das Plugin erst eingreift, wenn die Session-ID vom Webserver erkannt und verarbeitet wurde. Das Plugin muss nur installiert und aktiviert werden. Eine Konfiguration ist nicht nötig.

Ein weiteres sinnvolles und ebenso einfach zu handhabendes Plugin ist Google XML Sitemaps von Arne Brachhold, das jedes Mal automatisch eine sitemap.xml für das Blog generiert, wenn ein neuer Post oder eine neue Seite veröffentlicht wird. Die sitemap.xml ist nicht mehr als eine Linksammlung aller in dem Blog vorhandener ULRs, die mittlerweile von vielen Bots regelmäßig abgefragt und abgearbeitet wird. Der Vorteil einer sitemap.xml ist also, dass auch Seiten gefunden werden, die über die interne Verlinkung der Webseite nicht so leicht erreicht werden können. Das Plugin bringt ein paar Konfigurationsmöglichkeiten mit, die sich allerdings selbst erklären.

Ein Herzstück der Suchmaschinenoptimierung ist das All in One SEO Pack von Uberdose. Dieses Plugin greift in die Generierung der meta-Tags für den Seitentitel, die Beschreibung (description), die Keywords und robots ein. Diesmal gibt es eine ganze Reihe von Einstellungen, die man tätigen kann. Zuerst einmal kann man die Metas mit Standard-Einstellungen belegen. Diese werden auf jeden Fall für die Startseite benutzt, egal, ob man in den Einstellungen des WordPress-Admin-Pannels schon etwas anderes definiert hat, oder nicht. Anschließend gibt es Eingabefelder, in denen man die Formatierung für den Seitentitel von Posts, Seiten, den diversen Archiven und Kategorien vorgeben kann. Dabei ist eine ganze Reihe von Variablen möglich. Welche Variablen eingesetzt werden können und was sie bewirken, kann man mit einem Klick auf den Link FAQ nachlesen, der sich auf der Konfigurationsseite des Plugins finden lässt.

Last but not Least kommt ein wirklich interessanter Teil. Das Plugin ermöglicht es, automatisch die Indexierung von verschiedenen Archiven zu unterbinden, indem es entsprechend der Einstellungen den Bots ein noindex mitteilt. Damit kann man effizient einfach doppelten Content verhindern. In Bezug auf WordPress trifft das Sprichwort, Weniger ist Mehr, nicht selten den Nagel auf den Kopf. Wie eingangs schon erwähnt, werden die Posts schließlich an mehreren Stellen angezeigt und auch wenn man sich darum bemüht, Posts sinnvoll abzukürzen, kann es passieren, dass ein Bot doppelten Content findet. Seiten, die mit noindex gekennzeichnet sind, werden, wie der Name schon sagt, nicht in den Index von Suchmaschinen aufgenommen und da anhand des Inhalts der im Index enthaltenen Seiten doppelter Content bemessen wird kann man mit dieser Direktive eben diesen verhindern. Archive, und Kategorien sollten also auf noindex gesetzt werden. Diese Seiten können damit zwar nicht bei Google und Co. gefunden werden, aber wer sich bemüht vernünftige Posts zu schreiben, wird damit keine Sorgen haben. ;-)

Das All in One SEO Pack bringt aber noch ein weiteres Feature mit. Unterhalb des Editors werden drei neue Eingabefelder angezeigt. Mit diesen kann man für jeden Post und jede Seite einen eigenen Titel, eine eigene Beschreibung und eigene Keywords angeben. Das ist in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung sehr sinnvoll, denn Suchmaschinen mögen es überhaupt nicht, wenn jede Seite den geleichen Titel, die gleiche Beschreibung und die gleichen Keywords hat! Zu guter Letzt lässt sich das Plugin mit einem Maus-Klick auch für den Post und jese Seite einzeln deaktiviern, so dass wieder die im standard Admin-Pannel festgelegten Werte eingesetzt werden. Eine Besonderheit gibt es allerdings zu beachten. Tags, die für einen Post gesetzt werden, werden automatisch auch als Keywords benutzt. Tags sollten also nicht noch einmal als Keywords angegeben werden, denn Keyword-Spamming kann, auch wenn es versehentlich passiert, die gleichen Auswirkungen haben, wie doppelter Content.

Wer die bisher besprochenen Plugins einsetzt, muss sich keine Sorgen mehr bezüglich der Suchmaschinentauglichkeit seines geliebten WordPress-Blogs machen, denn die Hauptkritikpunkte sind damit aus der Welt geschaffen. Natürlich gibt es erstens weitere Plugins, mit denen sich das bisher Geschriebene bewerkstelligen lässt und zweitens gibt es weitere Plugins oder Alternativen, mit denen noch mehr oder das Gleiche Ergebnis erzielt wird. Da der Post aber WordPress einfach optimieren heißt, die wichtigsten Punkte abgearbeitet wurden und ich diese Plugins selber mit Erfolg einsetze, soll es hiermit für’s Erste gut sein.

Einen Hinweis habe ich noch. Wer viele Plugins einsetzt, wird irgendwann merken, dass sein Blog langsamer wird. Die Lösung des Problems heißt caching. WP-Cache ist wohl das am meisten eingesetzte Plugin für diesen Zweck. Alle Seiten, Posts, Kategorien und Archive werden damit bei einem Zugriff als fertig zusammengestelltes (X)HTML in einem eigenen Ordner abgelegt. Wie lange eine solche gecachte Datei gültig ist, kann man sich selber aussuchen. Wenn ein neues Post veröffentlicht wird, werden die zugehörigen Archive aber automatisch auf den neusten Stand gebracht. Die Auslieferung des Quelltextes wird damit wieder beschleunigt und die Leser des Blogs bekommen von den ganzen Plugins, die im Hintergrund arbeiten nichts mit. Einen Haken hat WP-Cache unter umständen. Das Plugin benutzt für seine Arbeit einen dynamischen Link, wie er von Linux, Unix und anderen nix-Systemen unterstützt wird. Wie und ob das Plugin auf einem Windows-Server arbeitet, kann ich nicht sagen. Vielleicht kann jemand seine Erfahrung damit in einem Kommentar preis geben.

Happy, blogging.



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1 Kommentar zu “Wordpress einfach optimieren”

  1. Wordpress einfach optimieren « Thalex
    Januar 21st, 2008 @ 17:33







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